
Fragen speziell zu ELAN PCMCIA Laufwerken: http://www.elandigitalsystems.com/support/ptroubleshooting.php
"CardBus" ist die "nächste Generation" der PCMCIA
Spezifikation. Der Bus
ist ein gemultiplexter PCI Bus mit DMA Fähigkeit. Er ist
rückwärts-kompatibel, das heißt, jede
PCMCIA Karte kann
in einem CardBus Laufwerk oder Steckplatz verwendet werden. Hingegen
kann eine CardBus Karte nicht in einem Standard PCMCIA Laufwerk
verwendet werden, da die Bussysteme inkompatibel sind. Daher sind die
Karten mechanisch derart an der Seite kodiert, das eine CardBus Karte
nicht vollständig in einen PCMCIA Steckplatz eingesteckt
werden kann.
Weitere Information zu PCMCIA gibt es bei www.pcmcia.org .
Die "ExpressCard" ist der designierte Nachfolger der PCMCIA / PC-Card
und zu dieser mechanisch und elektrisch inkompatibel.
ExpressCards verfügen intern über eine PCI-Express
und eine USB2.0
Schnittstelle. Je nach Kartentyp können eine oder beide
Schnittstellen
verwendet werden. ExpressCards sind in zwei Formaten als ExpressCard34
(schmaler und etwas kürzer als PCMCIA) und ExpressCard54
(sieht von
oben aus wie ein "L") verfügbar.
In aktuellen Notebooks stellt sich die Situation so dar:
Frage
Was ist ein PCMCIA Laufwerk?
Antwort
Ein PCMCIA Laufwerk wird benötigt um PCMCIA Karten zu
betreiben.
Der Begriff 'PCMCIA Laufwerk' ist irreführend, weil
es
eigentlich kein Laufwerk ist. Die ersten PCMCIA Karten waren jedoch
Speicherkarten, die, ähnlich wie eine Diskette, formatiert
wurden.
Wir vermuten, dass der Begriff "PCMCIA Laufwerk" aus dieser Zeit stammt.
Eine genauere Definition wäre 'PCMCIA
Schnittstellenkarte' oder 'PCI zu PCMCIA Buskonverter'.
Tatsächlich
wandeln diese Karten ein Bussystem (ISA oder PCI Bus) in ein anderes um.
Heutzutage sind viele Karten zu unterschiedlichsten Zwecken
verfügbar, angefangen von Speicherkarten und
Festplattenkarten,
Modem- und Netzwerkkarten, Audiokarten, GPIB, USB, FireWire usw. Es
gibt sogar Karten, die von PCMCIA zurück zu ISA
übersetzen,
damit an Notebooks eine 8 Bit ISA Karte angeschlossen werden kann
Um das PCMCIA Laufwerk benutzen zu können, muss das Betriebssystem die entsprechenden Treiber zur Verfügung stellen. Diese Software heißt "Card Services". Bei den Betriebssystemen Microsoft® Windows® 95/98, Windows® 2000, Windows® XP und Linux (ab Kernelversion 2.2) ist die Unterstützung inbegriffen. Microsoft Windows NT® bietet eine begrenzte Unterstützung; Karten dürfen nicht, während der Rechner eingeschaltet ist, entfernt werden.
Falls Sie im Gerätemanager 'PCMCIA Steckplatz' nicht finden sollen, sind die Card Services entweder nicht installiert oder deaktiviert. Starten Sie den Rechner im abgesicherten Modus neu und suchen Sie nochmal. Wenn die Card Services nur deaktiviert sind, aktivieren Sie sie wieder. Wenn sie nicht da sind, starten Sie Ihren Rechner im normalen Modus und installieren Sie die PCMCIA Kartenunterstützung von CD.
Wenn Sie eine PCMCIA Festplatte oder Speicherkarte oder eine
Compact Flash Karte mit PCMCIA Adapter verwenden, kann das Problem auch
in den Ressourcen des 'Standard IDE/ESDI
Festplattencontrollers'
liegen. Der Controller wird installiert, wenn eine Karte als
Speichermedium erkannt wird. Manchmal entsteht dann jedoch ein
Ressourcenkonflikt, der vom Betriebssystem nicht bemerkt
wird.
Für diesem Fall gibt es in den Ressourcen außer der
Standardeinstellung noch weitere Auswahlmöglichkeiten,
wählen
Sie eine davon und versuchen Sie es nochmal.
Frage
Unterstützt PCDAQ Software "sharable interrupts"?
Antwort
Ja, Interrupt sharing wird unterstützt. Jedoch kann die
Performance leiden, wenn viele Karten sich einen IRQ teilen, da er dann
durch alle Treiber durchgereicht werden muss.
Frage
Meine Datenerfassungskarte funktioniert nicht richtig. Der "Card check"
friert beim "Data capture check" ein. Nach einer Minute fällt
die
Karte beim Test durch. Die Kartenressourcen sind in Ordnung. ich
verwende ein PCMCIA Laufwerk für PCI mit einem Controller von
Ricoh controller.
Antwort
Es gibt Probleme in der Interruptverwaltung bei Ricoh
Controllern. Auf die Karte kann zugegriffen werden, aber alle IRQs, die
von der Karte kommen, werden nicht weitergeleitet. Zur Zeit
können
wir nur empfehlen, die Karte zu ersetzen. Wir empfehlen Laufwerke von ELAN Digital
Systems Ltd.
Frage
(nur für
ELAN AD125 Kartenserie)
Ich möchte auf mehreren Kanälen mit 250kHz Daten
erfassen.
Warum soll das nicht funktionieren, obwohl die Karte 500kHz Abtastrate
zulässt?
Antwort
Der Multiplexer am analogen Eingang der Karte wählt einen von
8
oder 16 Eingangskanälen zur Messung durch dem A/D Wandler aus.
Er benötigt zur Umschaltung eine gewisse Zeit im Bereich einer
Mikrosekunde. Wenn die Abtastrate zu hoch ist, ist die Umschaltung noch
nicht beendet, und die Eingangssignale zweier benachbarter
Kanäle
werden vermischt. Die im Handbuch angegebenen Werte stellen sicher, das
dies nicht passiert. Aus Erfahrung können wir jedoch sagen,
dass
bei nur 2 Kanälen die Grenze um ca. 20% höher liegt.
Frage
Die Karte arbeitet mit differentiellen Eingängen. Zuerst sehen
die
Messwerte gut aus, dann werden die Signalspitzen abgeschnitten. Das
wird immer schlimmer, und nach ein paar Sekunden ist kein Signal mehr
da.
Antwort
Dieser Effekt tritt unter folgenden Umständen auf: Der
Signalpegel
ist relativ zur Masse der Karte undefiniert und die Impedanz des
Einganggsignals ist hoch.
Im Eingangsmultiplexer treten immer Leckströme im Bereich
einiger
nA auf. Sie führen zu einer Signalverschiebung , die sichtbar
wird, wenn die Grenze des Messbereiches erreicht wird. Dann werden
Signalspitzen abgeschnitten. Verschiebt sich der Pegel weiter, ist das
Signal scheinbar vollkommen verschwunden.
Abhilfe:
Schließen Sie einen Widerstand in der
Größenordnung
100...1000 kOhm
zwischen einem Signaleingang und AGND an. Normalerweise
beeinflußt der Widerstand das Signal nicht, aber er
verhindert
das Verschieben des Potentials.
Frage
Mit der Datenerfassungskarte führe ich Frequenzmessungen an
analogen Eingangssignalen durch. Die gemessene Frequenz ist jedoch
nicht ganz korrekt.
Antwort
Die Karte erzeugt die
Abtastfrequenz
mit Hilfe eines Keramikresonators und einem programmierbaren Teiler.
Der Resonator selbst hat eine Toleranz von +/- 0.5%
(…und weitere
+/- 0.5% über den ganzen Temperaturbereich).
Zweitens sind die Abstufungen zwischen zwei Abtastfrequenzen, die der
Teiler erzeugt, bei hohen Frequenzen sehr grob, da durch kleine Werte
geteilt wird, und sehr fein bei niedrigen Abtastraten, weil dann durch
große Werte geteilt wird.
Jedoch werden die "geraden" Abtastfrequenzen 100kHz,
200kHz, 250kHz und 500kHz genau erreicht. Sie wiederholen sich jede
Dekade. Werden diese Abtastraten verwendet, so ist dieser Fehler
ausgeschlossen.