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Fragen speziell zu ELAN PCMCIA Laufwerken: http://www.elandigitalsystems.com/support/ptroubleshooting.php



Grundsätzliche Fragen

Frage
Was ist der Unterschied zwischen PCMCIA, PC-Card und CardBus und ExpressCard?
Antwort
PC-Card und PCMCIA sind identisch. PC-Card ist nur die neue Bezeichnung für PCMCIA Karte. In Deutschland wird öfters der Begriff  "PC-Karte" allgemein für diesen Kartentyp verwendet.

"CardBus" ist die "nächste Generation" der PCMCIA Spezifikation. Der Bus ist ein gemultiplexter PCI Bus mit DMA Fähigkeit. Er ist rückwärts-kompatibel, das heißt, jede PCMCIA Karte kann in einem CardBus Laufwerk oder Steckplatz verwendet werden. Hingegen kann eine CardBus Karte nicht in einem Standard PCMCIA Laufwerk verwendet werden, da die Bussysteme inkompatibel sind. Daher sind die Karten mechanisch derart an der Seite kodiert, das eine CardBus Karte nicht vollständig in einen PCMCIA Steckplatz eingesteckt werden kann.

Weitere Information zu PCMCIA gibt es bei www.pcmcia.org .

Die "ExpressCard" ist der designierte Nachfolger der PCMCIA / PC-Card und zu dieser mechanisch und elektrisch inkompatibel. ExpressCards verfügen intern über eine PCI-Express und eine USB2.0 Schnittstelle. Je nach Kartentyp können eine oder beide Schnittstellen verwendet werden. ExpressCards sind in zwei Formaten als ExpressCard34 (schmaler und etwas kürzer als PCMCIA) und ExpressCard54 (sieht von oben aus wie ein "L") verfügbar.  

In aktuellen Notebooks stellt sich die Situation so dar:

Bei dieser Vielfalt an unterschiedlichen zueinander inkompatiblen Schnittstellen gibt es daher unserer Meinung nach nur einen Gewinner: Den USB-Bus, da erstens immer vorhanden und zweitens nicht nur in Notebooks, sondern auch in Desktops und neuerdings auch bei einigen PDAs vorhanden.


Frage
Mein neues Notebook hat nur noch einen ExpressCard Slot, ich möchte aber meine alten PCMCIA-Karten weiterverwenden. Was kann ich tun?
Antwort
Am Markt gibt es den "DuelAdapter", um PCMCIA/PC-Cards an einem ExpressCard-Steckplatz zu betreiben. Es gibt auch wenige Karten, die so konstruiert sind, dass sie an sich eine ExpressCard 34 sind und mit einem beiliegenden Adapter in einem PCMCIA Steckplatz einstecken lassen.

Frage
Was ist ein PCMCIA Laufwerk?
Antwort
Ein PCMCIA Laufwerk wird benötigt um PCMCIA Karten zu betreiben.

Der Begriff 'PCMCIA Laufwerk' ist irreführend, weil es eigentlich kein Laufwerk ist. Die ersten PCMCIA Karten waren jedoch Speicherkarten, die, ähnlich wie eine Diskette, formatiert wurden. Wir vermuten, dass der Begriff "PCMCIA Laufwerk" aus dieser Zeit stammt.

Eine genauere Definition wäre 'PCMCIA Schnittstellenkarte' oder 'PCI zu PCMCIA Buskonverter'. Tatsächlich wandeln diese Karten ein Bussystem (ISA oder PCI Bus) in ein anderes um.
Heutzutage sind viele Karten zu unterschiedlichsten Zwecken  verfügbar, angefangen von Speicherkarten und Festplattenkarten, Modem- und Netzwerkkarten, Audiokarten, GPIB, USB, FireWire usw. Es gibt sogar Karten, die von PCMCIA zurück zu ISA übersetzen, damit an Notebooks eine 8 Bit ISA Karte angeschlossen werden kann

Um das PCMCIA Laufwerk benutzen zu können, muss das Betriebssystem die entsprechenden Treiber zur Verfügung stellen. Diese Software heißt "Card Services". Bei den Betriebssystemen Microsoft® Windows® 95/98, Windows® 2000, Windows® XP und Linux (ab Kernelversion 2.2) ist die Unterstützung inbegriffen. Microsoft Windows NT® bietet eine begrenzte Unterstützung; Karten dürfen nicht, während der Rechner eingeschaltet ist, entfernt werden.



Fragen zur PCMCIA Betriebssystemunterstützung

Frage
Bei Microsoft® Windows® 95 oder 98 wird der Kartenname im PCMCIA Status Fenster immer als "-" angezeigt, wenn ich die Karte einstecke.
Antwort
Das ist ein Ressourcenproblem der Card Services in der Form, dass kein Speicher für die interne Kartenstruktur (CIS) bereitgestellt werden kann. Das Problem kann bei jeder Karte auftreten, sogar bei Compact Flash Karten.

Führen Sie folgende Schritte durch:

Öffnen Sie Start->Einstellungen->Systemsteuerung->Gerätemanager. Suchen Sie nach 'PCMCIA->Card Services'. Wählen Sie Eigenschaften, danach Ressourcen.  "Automatische Einstellung" muss ausgeschaltet werden und die Standardeinstellung "00CE000-00CEFFF" verändert werden. Versuchen Sie es mit "00D8000-00D8FFF". Danach muss der Rechner neu gestartet werden.

Falls Sie im Gerätemanager 'PCMCIA Steckplatz' nicht finden sollen, sind die Card Services entweder nicht installiert oder deaktiviert. Starten Sie den Rechner im abgesicherten Modus neu und suchen Sie nochmal. Wenn die Card Services nur deaktiviert sind, aktivieren Sie sie wieder. Wenn sie nicht da sind, starten Sie Ihren Rechner im normalen Modus und installieren Sie die PCMCIA Kartenunterstützung von CD.

Wenn Sie eine PCMCIA Festplatte oder Speicherkarte oder eine Compact Flash Karte mit PCMCIA Adapter verwenden, kann das Problem auch in den Ressourcen des 'Standard IDE/ESDI Festplattencontrollers'  liegen. Der Controller wird installiert, wenn eine Karte als Speichermedium erkannt wird. Manchmal entsteht dann jedoch ein Ressourcenkonflikt, der vom Betriebssystem nicht bemerkt wird.  Für diesem Fall gibt es in den Ressourcen außer der Standardeinstellung noch weitere Auswahlmöglichkeiten, wählen Sie eine davon und versuchen Sie es nochmal.

Frage 
Unterstützt PCDAQ Software "sharable interrupts"?
Antwort
Ja, Interrupt sharing wird unterstützt. Jedoch kann die Performance leiden, wenn viele Karten sich einen IRQ teilen, da er dann durch alle Treiber durchgereicht werden muss.

Frage 
Meine Datenerfassungskarte funktioniert nicht richtig. Der "Card check" friert beim "Data capture check" ein. Nach einer Minute fällt die Karte beim Test durch. Die Kartenressourcen sind in Ordnung. ich verwende ein PCMCIA Laufwerk für PCI mit einem Controller von Ricoh controller.
Antwort
Es gibt Probleme in der Interruptverwaltung bei Ricoh Controllern. Auf die Karte kann zugegriffen werden, aber alle IRQs, die von der Karte kommen, werden nicht weitergeleitet. Zur Zeit können wir nur empfehlen, die Karte zu ersetzen. Wir empfehlen Laufwerke von ELAN Digital Systems Ltd. 




Fragen zu PCDAQ Driver / Datenerfassung

Frage
Sind 16 bit Karten nicht viel genauer als 12 bit Karten?
Antwort
Nein, nicht unbedingt. 16 bit Karten können 65536 Schritte auflösen, 12 bit Karten nur 4096 Schritte. Die Auflösung ist höher. Dies hat mit Genauigkeit nichts zu tun. Eine höhere Auflösung erlaubt es, kleinere Änderungen zu erkennen als mit niedrigerer Auflösung.
Es lohnt jedoch immer, die gesamte Messkette zu betrachten. Wie hoch ist die Genauigkeit des Sensors? Ein Sensor mit 0,9% Toleranz braucht kein Messgerät mit 0,1% Toleranz, der gesamte Fehler ist 1%. In diesem Fall kann es wesentlich günstiger sein, einen Sensor mit 0,5% zu verwenden und ein Messgerät mit 0,5%. Das macht auch 1% Maximalfehler.
Zweitens sollte der Eingangsspannungsbereich einer Messkarte möglichst gut ausgenutzt werden, damit eine möglichst große nutzbare Auflösung erreicht wird. Es wäre sonst so, als ob ein Digitalmultimeter nur im höchsten 650V Bereich genutzt wird.
Maßvoll angewendet sind Überabtastung und Mittelwertbildung eine Möglichkeit zur Erhöhung der Auflösung von A/D-Wandlern, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. 2..3 bit effektiv (4..8 fache Auflösung) lassen sich bei Wandlern mit sukzessiver Approximation in günstigen Fällen gewinnen, jedoch um den Preis einer stark verringerten Abtastrate.

Frage

Kann ich mehrere Datenerfassungskarten gleichzeitig benutzen?
Antwort
Es kommt auf die Hardware der Karte an. Der Treiber unterstützt es zur Zeit nicht. Mehrere Karten müssen sich in Takt und Phase synchronisieren. Falls Sie dieses Feature benötigen, kontaktieren Sie uns bitte.

Frage (nur für ELAN AD125 Kartenserie)
Ich möchte auf mehreren Kanälen mit 250kHz Daten erfassen. Warum soll das nicht funktionieren, obwohl die Karte 500kHz Abtastrate zulässt?
Antwort
Der Multiplexer am analogen Eingang der Karte wählt einen von 8 oder 16 Eingangskanälen zur Messung durch dem A/D Wandler aus.
Er benötigt zur Umschaltung eine gewisse Zeit im Bereich einer Mikrosekunde. Wenn die Abtastrate zu hoch ist, ist die Umschaltung noch nicht beendet, und die Eingangssignale zweier benachbarter Kanäle werden vermischt. Die im Handbuch angegebenen Werte stellen sicher, das dies nicht passiert. Aus Erfahrung können wir jedoch sagen, dass bei nur 2 Kanälen die Grenze um ca. 20% höher liegt.

Frage
Die Karte arbeitet mit differentiellen Eingängen. Zuerst sehen die Messwerte gut aus, dann werden die Signalspitzen abgeschnitten. Das wird immer schlimmer, und nach ein paar Sekunden ist kein Signal mehr da. 
Antwort
Dieser Effekt tritt unter folgenden Umständen auf: Der Signalpegel ist relativ zur Masse der Karte undefiniert und die Impedanz des Einganggsignals ist hoch.
Im Eingangsmultiplexer treten immer Leckströme im Bereich einiger nA auf. Sie führen zu einer Signalverschiebung , die sichtbar wird, wenn die Grenze des Messbereiches erreicht wird. Dann werden Signalspitzen abgeschnitten. Verschiebt sich der Pegel weiter, ist das Signal scheinbar vollkommen verschwunden.
Abhilfe:
Schließen Sie einen Widerstand in der Größenordnung 100...1000 kOhm zwischen einem Signaleingang und AGND an. Normalerweise beeinflußt der Widerstand das Signal nicht, aber er verhindert das Verschieben des Potentials.

Frage
Mit der Datenerfassungskarte führe ich Frequenzmessungen an analogen Eingangssignalen durch. Die gemessene Frequenz ist jedoch nicht ganz korrekt.
Antwort
Die Karte erzeugt die Abtastfrequenz mit Hilfe eines Keramikresonators und einem programmierbaren Teiler. Der Resonator selbst hat eine Toleranz von  +/- 0.5% (…und weitere +/- 0.5% über den ganzen Temperaturbereich).
Zweitens sind die Abstufungen zwischen zwei Abtastfrequenzen, die der Teiler erzeugt, bei hohen Frequenzen sehr grob, da durch kleine Werte geteilt wird, und sehr fein bei niedrigen Abtastraten, weil dann durch große Werte geteilt wird.
Jedoch werden die "geraden" Abtastfrequenzen 100kHz, 200kHz, 250kHz und 500kHz genau erreicht. Sie wiederholen sich jede Dekade. Werden diese Abtastraten verwendet, so ist dieser Fehler ausgeschlossen.


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